Fast 100 Jahre Leidenschaft – Die Geschichte von Walter Knebel motorsport

Fast 100 Jahre Leidenschaft – Die Geschichte von Walter Knebel motorsport

1930

Eine Straße in Siegen. Gutes Wetter. Ein junger Mann repariert Fahrräder und Motorräder unter freiem Himmel.Bei Regen weicht er in den Keller des Elternhauses aus.Sein Name: Walter Knebel.

Was klein beginnt, wächst schnell. Freunde der Familie stellen ihm wenige Wochen später eine Garage zur Verfügung. Zum Reparieren kommt der Verkauf von Zweirädern dazu.
1936 folgt der nächste große Schritt: Walter Knebel eröffnet seine erste eigene Filiale – spezialisiert auf den Verkauf und Reparaturen von Zweirädern, vor allem DKW-Motorrädern.
Walter Knebel erhält den allerersten jemals vergebenen DKW-Händlervertrag – ein Meilenstein in der Geschichte seines Autohauses.
Nach dem Krieg beginnt ein neues Kapitel.
1947 wird Walter Knebel Volkswagen-Vertragshändler.
Schon 1948 verlässt der 100. verkaufte Wagen den Hof.
1951 ist es bereits der 1000. Wagen.

Mit dem Wirtschaftswunder wächst auch der Betrieb Walter Knebel.
Seit Mitte der 1960er Jahre ist das Autohaus Walter Knebel eine feste Größe im Automobilhandel – ein verlässlicher Partner für Volkswagen, Audi und NSU.
Bereits 1967 wird Walters Sohn Manfred Knebel zum Nachfolger des Betriebs.
Ein Generationswechsel, der früh vorbereitet wird – und der die Weichen für das nächste Kapitel stellt.

Bis 1970 entstehen sieben Betriebe im gesamten Siegerland.

1970 fährt der 50.000ste Volkswagen vom Hof.
Im selben Jahr wird der Betrieb zudem Porsche-Großhändler und baut seine Rolle im Automobilhandel weiter aus.


Ein neues Kapitel

1975 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens.
In diesem Jahr rollt der 100.000. Volkswagen vom Hof des Autohauses Walter Knebel – ein Meilenstein, der für Jahrzehnte unternehmerischer Arbeit steht.

Im selben Jahr stirbt Walter Knebel.
Mit seinem Tod übernimmt Manfred Knebel mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für den Betrieb.

Was folgt, ist kein Bruch, sondern eine konsequente Weiterführung des Erbes.
Manfred baut den Betrieb in den folgenden Jahren kontinuierlich aus, entwickelt bestehende Standorte weiter und schafft dabei mehr als 250 Arbeitsplätze für die Region.

Ein weiterer Meilenstein ist die Eröffnung des ersten Porsche Zentrums in Siegen.

Der Betrieb wird offizieller Porsche-Vertragshändler und gleichzeitig Vertragshändler der gesamten Volkswagen Aktiengesellschaft.
Damit verbindet sich das Unternehmen endgültig mit Marken, die für Qualität, Performance und Fahrkultur stehen.
Die Werte, auf denen alles begann – Verantwortung, Leidenschaft und Nähe zum Automobil – bleiben unverändert.


Der Apfel fällt nie weit vom Stamm.

Motorsport liegt bei den Knebels in der Familie – eine Leidenschaft, die von Vater zu Sohn weitergegeben wird.

Schon Walter Knebel brennt neben seiner Tätigkeit im Betrieb seit seinem 13. Lebensjahr für den Rennsport.
Der Einstieg erfolgt im Zweirad-Motorsport: Als Sozius auf dem Motorrad seines Vaters sammelt er erste Erfahrungen, bevor er selbst bei ADAC-Cups auf 500- und 600-ccm-Maschinen startet. Später steigt er in den Automobilsport ein und startet in einem Porsche 356 1500 S.

Besonders faszinieren ihn Oldtimer. Für seine zahlreichen Erfolge wird ihm das Goldene Sportabzeichen verliehen und 1970 wird er zum Präsidenten des ASC Westfalen Süd gewählt. Durch seine Leidenschaft und die umfangreiche Oldtimersammlung wird Walter international bekannt.

Nach seinem Tod wird 1976 erstmals der „Walter Knebel Gedächtnispreis“ verliehen – ein Preis für einen Mann, dessen Motorsport nie nur ein Hobby war, sondern eine Lebenshaltung.

Diese Begeisterung lebt in seinem Sohn Manfred Knebel weiter.
Schon mit acht Jahren fährt er einen NSU in Miniaturausgabe (1,25 PS; 98 ccm; 60 km/h; 2-Gang) über den Hof des Autohauses und durch die Werkstatt.Hier lernt er Kurventechnik, Fahrzeuggefühl und das Fahren. Rennwochenenden gehören früh zu seinem Leben: Walter fährt oft auf die Strecke – etwa auf dem Nürburgring – und Manfred ist immer dabei.


Motorsport im Blut.

Während der Schulzeit steigt Manfred auf eine Zündapp KS 70 um und sammelt erste eigene Rennerfahrungen.
 Im Studium fährt er einen Volkswagen.
1965 erhält er seinen Bewerber- und Fahrerausweis – der offizielle Startschuss seiner Motorsportkarriere.

Nach der Übernahme des Betriebs fährt er einen Porsche, um das Porsche-Geschäft zu stärken, und absolviert auf dem Hockenheimring und Nürburgring sämtliche Rennen.

Walter bittet ihn aufgrund seiner Kinder, zeitweise einen Schritt zurückzutreten – Manfred gehorcht, doch die Leidenschaft bleibt ungebrochen. Nach dem Tod seines Vaters widmet er sich schließlich voll und ganz dem Oldtimersport, konzentriert sich auf die Sammlung und den Betrieb historischer Fahrzeuge und macht die Familientradition im Motorsport zu seinem Lebenswerk.

Parallel dazu gründet Manfred Knebel innerhalb des Betriebs eine eigene Rennsportabteilung: die Walter Knebel Motorsport Abteilung.

Dort werden historische Porsche 911er und 356er restauriert – vor allem aber konsequent getunt und umgebaut –, mit dem klaren Ziel, sie auf höchstem Niveau zurück auf die Rennstrecke zu bringen.

Über die Jahre entsteht ein eingespieltes Team aus Mechanikern, Ingenieuren, Teammanagern, Fahrern, Familie und Freunden, das ausschließlich klassische Porsche einsetzt.
Gemeinsam reist das Team durch Deutschland und Europa, nimmt an Rennen für historische Automobile teil und feiert zahlreiche sportliche Erfolge
darunter Siege auf dem Hockenheimring, ein Dreifachsieg auf dem Nürburgring, Starts beim 24-Stunden-Rennen für historische Automobile in Südfrankreich, Teilnahmen am Großen Preis von Belgien sowie an der Europameisterschaft für historische Automobile.
Was das Team antreibt, ist nicht der Pokal – sondern die gemeinsame Passion.


Der Schritt, der alles verbindet.

Die Entstehung der Kleidung bei Walter Knebel Motorsport war nie geplant.Sie entstand aus dem Alltag – aus der Rennstrecke, der Werkstatt und dem Team.

Als Manfred Knebel die Rennsportabteilung gründete, wollte er vor allem eines: geschlossen auftreten.
Für die Fahrer, Mechaniker, Ingenieure und Teammanager ließ er eigene Kleidung anfertigen – schlicht, funktional und klar. Keine Kollektion. Keine Trends. Teamwear für das eigene Team und den Betrieb.

Diese Kleidung war nie für den Verkauf gedacht.Sie gehörte zur Rennsportabteilung, zu den Rennwochenenden, zur Boxengasse. Sie stand für Zusammenhalt, Disziplin und die gemeinsame Leidenschaft für den Motorsport und die Technik.

Über die Jahre wurde genau diese Kleidung zum stillen Erkennungszeichen von Walter Knebel Motorsport. Nicht laut, nicht inszeniert – sondern echt.

Heute, nach fast 100 Jahren Unternehmensgeschichte, beginnt ein neues Kapitel.Zum ersten Mal wird diese Haltung nach außen getragen.

Die Kleidung und die Geschichte werden veröffentlicht – für alle, die Motorsport leben, Automobile verstehen und Teil dieser Geschichte sein wollen. Für Menschen, die nicht nur zuschauen, sondern fühlen.
Walter Knebel Motorsport ist heute mehr als ein Team.
Es ist eine Familie.

Und jetzt kann jeder, der diese Leidenschaft teilt, ein Teil davon werden.