1930
Was klein beginnt, wächst schnell. Freunde der Familie stellen ihm wenige Wochen später eine Garage zur Verfügung. Zum Reparieren kommt der Verkauf von Zweirädern dazu.
Mit dem Wirtschaftswunder wächst auch der Betrieb Walter Knebel.
Bis 1970 entstehen sieben Betriebe im gesamten Siegerland.
1970 fährt der 50.000ste Volkswagen vom Hof.
Ein neues Kapitel
Im selben Jahr stirbt Walter Knebel.
Was folgt, ist kein Bruch, sondern eine konsequente Weiterführung des Erbes.
Ein weiterer Meilenstein ist die Eröffnung des ersten Porsche Zentrums in Siegen.
Der Betrieb wird offizieller Porsche-Vertragshändler und gleichzeitig Vertragshändler der gesamten Volkswagen Aktiengesellschaft.
Die Werte, auf denen alles begann – Verantwortung, Leidenschaft und Nähe zum Automobil – bleiben unverändert.
Der Apfel fällt nie weit vom Stamm.
Schon Walter Knebel brennt neben seiner Tätigkeit im Betrieb seit seinem 13. Lebensjahr für den Rennsport.
Besonders faszinieren ihn Oldtimer. Für seine zahlreichen Erfolge wird ihm das Goldene Sportabzeichen verliehen und 1970 wird er zum Präsidenten des ASC Westfalen Süd gewählt. Durch seine Leidenschaft und die umfangreiche Oldtimersammlung wird Walter international bekannt.
Nach seinem Tod wird 1976 erstmals der „Walter Knebel Gedächtnispreis“ verliehen – ein Preis für einen Mann, dessen Motorsport nie nur ein Hobby war, sondern eine Lebenshaltung.
Diese Begeisterung lebt in seinem Sohn Manfred Knebel weiter.
Motorsport im Blut.
Nach der Übernahme des Betriebs fährt er einen Porsche, um das Porsche-Geschäft zu stärken, und absolviert auf dem Hockenheimring und Nürburgring sämtliche Rennen.
Walter bittet ihn aufgrund seiner Kinder, zeitweise einen Schritt zurückzutreten – Manfred gehorcht, doch die Leidenschaft bleibt ungebrochen. Nach dem Tod seines Vaters widmet er sich schließlich voll und ganz dem Oldtimersport, konzentriert sich auf die Sammlung und den Betrieb historischer Fahrzeuge und macht die Familientradition im Motorsport zu seinem Lebenswerk.
Parallel dazu gründet Manfred Knebel innerhalb des Betriebs eine eigene Rennsportabteilung: die Walter Knebel Motorsport Abteilung.
Dort werden historische Porsche 911er und 356er restauriert – vor allem aber konsequent getunt und umgebaut –, mit dem klaren Ziel, sie auf höchstem Niveau zurück auf die Rennstrecke zu bringen.
Über die Jahre entsteht ein eingespieltes Team aus Mechanikern, Ingenieuren, Teammanagern, Fahrern, Familie und Freunden, das ausschließlich klassische Porsche einsetzt.
Was das Team antreibt, ist nicht der Pokal – sondern die gemeinsame Passion.
Der Schritt, der alles verbindet.
Als Manfred Knebel die Rennsportabteilung gründete, wollte er vor allem eines: geschlossen auftreten.
Diese Kleidung war nie für den Verkauf gedacht.Sie gehörte zur Rennsportabteilung, zu den Rennwochenenden, zur Boxengasse. Sie stand für Zusammenhalt, Disziplin und die gemeinsame Leidenschaft für den Motorsport und die Technik.
Über die Jahre wurde genau diese Kleidung zum stillen Erkennungszeichen von Walter Knebel Motorsport. Nicht laut, nicht inszeniert – sondern echt.
Heute, nach fast 100 Jahren Unternehmensgeschichte, beginnt ein neues Kapitel.Zum ersten Mal wird diese Haltung nach außen getragen.
Die Kleidung und die Geschichte werden veröffentlicht – für alle, die Motorsport leben, Automobile verstehen und Teil dieser Geschichte sein wollen. Für Menschen, die nicht nur zuschauen, sondern fühlen.
Und jetzt kann jeder, der diese Leidenschaft teilt, ein Teil davon werden.